
Viele freuen sich wieder über die warmen und sonnenreichen Tage im Frühjar und Sommer, welche uns nun wieder bevorstehen. Doch mit anhaltend trockener Witterung steigt auch die Waldbrandgefahr an.
Für Waldbesucher und Waldbesitzer ist mit zunehmender Waldbrandgefahr besondere Aufmerksamkeit im Umgang mit Feuer und im Wald entscheidend.
Bereits scheinbar alltägliche Situationen entwickeln sich hier unter Umständen schon zum Risiko:
Heiße Fahrzeugteile wie Katalysatoren können trockenes Gras entzünden, oder aber auch leere Flaschen sowie Scherben wie ein Brennglas wirken und damit trockenes Gras in Brand versetzen. Auch eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe kann einen Waldbrand auslösen.
Besonders betroffen sind ländliche Regionen mit trockenen Waldbeständen sowie Gebiete mit wenig Niederschlag.
Im Vergleich mit einigen anderen, meist kiefernreichen Bundesländern, brennt es in Bayern verhältnismäßig selten. Die Waldbrände in den vergangenen Jahren haben aber gezeigt, dass auch in Bayern Großbrände möglich sind, die teilweise nur schwer gelöscht werden können.
Waldumbaumaßnahmen in Misch- oder Laubwälder, Überwachungsflüge sowie umsichtiges Verhalten von Waldbesuchern und -besitzern können das Waldbrandrisiko zwar senken, jedoch insbesondere in Trockenzeiten, nie ganz verhindern. Daher sind Verhaltensregeln zur Verhinderung von Bränden oder deren Ausbreitung bereits von vornherein besonders wichtig. Die Präventionsvorschriften (Art. 17 des Bayerischen Waldgesetzes) sind dabei zwingend zu beachten! Ein Beispiel: Das Verbot offener Feuer (z. B. Verbrennen von Reisig, Grillen, Rauchen von Zigaretten) näher als 100m vom Wald entfernt. Vielfach ist fahrlässiges Verhalten von Waldbesuchern Ursache für die Entstehung von Waldbränden.
Bei erhöhter Waldbrandgefahr beachten Sie in diesem Zusammenhang bitte unbedingt folgende Hinweise:
=> In den Wäldern gilt für Waldbesucher Rauchverbot vom 1. März bis 31. Oktober.
=> Werfen Sie beim Autofahren keine Zigarettenkippen aus dem Fenster.
=> Entzünden Sie im Wald oder in Waldnähe (bis 100 m) kein offenes Feuer.
=> Parken Sie Ihren PKW nicht auf trockenem Gras, da es sich am heißen Katalysator entzünden kann.
=> Lassen Sie keinen Müll liegen. Das ist nicht nur schlecht für die Umwelt, denn Leere Flaschen oder Scherben können wie ein Brennglas wirken und damit trockenes Gras in Brand versetzen.
=> Melden Sie Waldbrände mit möglichst genauer Ortsangabe sofort an die Feuerwehr unter der Telefonnummer 112.
=> Parken Sie stets so, dass Betriebs-, Rettungs- und Löschfahrzeuge bei ihrem Einsatz nicht behindert werden.
Diese Verhaltensreglen sollten übrigens nicht nur bei erhöhter Waldbrandgefahr, sondern stets und das ganze Jahr über beachtet werden. Helfen auch Sie mit, die Entstehenung und die Gefahr von Waldbränden schon unmittelbar im Vorfeld einzudämmen und somit zu verhindern!
Weiterführende aktuelle Links:
Karte des DWD mit dem tagesaktuellen Waldbrandgefahrenindex - Hier klicken
Karte UFZ Dürremonitor: Hier klicken
Karte Bayerischer Walddürremonitor: Hier klicken
Quellenangaben: Bayerischer BauernVerband, Bayerisches Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus
Bildquelle Waldbrand: Lizenzfrei by ClipDealer